Vergütungen im Affiliate-Marketing

Die Vergütung der vom Unternehmen unabhängigen Affiliate-Partner durch den Affiliate-Anbieter kann unterschiedlich gestaltet werden. Sie wird von Affiliate-Anbietern in einem so genannten Marketingplan, Vergütungsplan oder Provisionsplan bekannt gegeben. Dieser Affiliate-Provisionsplan kann in der Regel zu jedem gewünschten Zeitpunkt vom Affiliate-Anbieter geändert werden.

Der Affiliate-Anbieter hat das Ziel, durch die Einschaltung von unabhängigen Vertriebs- bzw. Affiliate-Partnern, seine eigenen Werbekosten und seinen Aufwand zu reduzieren und seine unabhängigen Affiliate-Partner für den erfolgreichen Ergebnissen mittels Provisionen eine Vergütung zu bezahlen.

Die Affiliate-Partner haben ihrerseits das Ziel, durch erfolgreiche Vermittlungen, mittels Werbeaktionen und Empfehlungen, ein (Neben-) Einkommen zu erwirtschaften.

Pay per Click:

Pay Per Click (Zahlung Pro Klick), kurz PPC, beschreibt einerseits die Kosten, die ein Werber für einen Besucher auf seiner Webseite bezahlen muss oder anderseits die Vergütung, die ein Betreiber einer Webseite für einen Besucher auf die Webseite des Werbers erhält.

Bei diesem System wird z. B. eine Kleinanzeige oder ein Werbebanner in eine Webseite eingebunden. Klickt ein Besucher dieser Webseite auf das Banner oder auf die Kleinanzeige, so wird er zu der Webseite des Werbers geführt. Der Werber bezahlt für diesen Besucher dann den Betreiber der Seite, wo die Werbung eingebunden war. Die Abrechnung erfolgt demnach erfolgsorientiert pro Klick, wobei der Klick gleich steht mit einem Besucher auf der beworbenen Webseite.

PPC ist im Internet eines der meist genutzten Werbe-Systeme. Der bekannteste Anbieter dieses PPC-Model ist Google mit AdWords und AdSence. AdWords sind die Anzeigen, die Google rechts neben und manchmal über den Suchergebnissen einblendet. AdSence sind die Google-Anzeigen (auch Werbebanner), die Sie oft auf andere Webseiten eingeblendet bekommen. Hier erhält der Betreiber der Webseite, auf der Google seine Anzeigen einblenden darf, eine Vergütung von Google (auch PPC), wenn auf diese Werbung geklickt wird. Auch Yahoo! und MSN benutzen dieses System, Google jedoch hat hier über 70% Marktanteil.

Pay per Click OUT bzw. Pay per Aktiv:

Der Unterschied zwischen Pay per Click und Pay per Click Out besteht darin, das der Besucher auf der Homepage, auf der er durch den Klick auf eine Werbung geführt wurde, eine weitere Aktion starten muss.  Bei Pay Per Click der reinen, auch nicht am Angebot  interessierten Besucher vergütet. Bei Pay Per Aktiv jedoch nur die Seitenbesuche, die ein größeres Interesse am Angebot zeigen, indem sie auf ein Angebot auf der Webseite klicken.

Erst wenn ein vermittelter Besucher also eine weitere Aktion auf der Landungsseite startet, wird dieser PPC berechnet bzw. vergütet.

Pay per Sale:

Bei Pay per Sale (Zahlung Pro Kauf) erhält ein Affiliate-Partner von einem Affiliate-Anbieter eine Provisions-Vergütung, wenn ein Kunde etwas gekauft hat.

Viele Affiliate-Programme bieten mittlerweile lebenslange Provision an. Der Affiliate-Partner bekommt dann vom Affiliate-Anbieter nicht nur eine Provision über den ersten Kauf eines vermittelten Kunden, sondern auch über alle Umsätze, die dieser Kunde in Zukunft beim Affiliate-Anbieter tätigt.

Der vermittelte Kunde wird dem Affiliate-Partner dementsprechend lebenslang zugeordnet. Hier redet man über ein passives, dauerhaftes Einkommen bzw. Residual-Einkommen. Ein Affiliate-Partner vermittelt also einmal einen neuen Kunden und bezieht ohne weiteren Bemühungen Provisionen aus den darauf erfolgten Umsätzen.

Pay per Lead :

Pay per Lead (Zahlung Pro Interessent) eignet sich vor allem für Anbieter von Produkten, die sich ohne weitere Erklärung oder Beratung schlecht verkaufen lassen. Da diese Produkte sich ohne weitere Beratung kaum verkaufen lassen, eignet sich eine Pay per Sale -Vergütung hier nicht. Ein Lead entsteht z. B. dann, wenn jemand sich mit seinem Namen und E-Mail-Adresse in einen Newsletter einträgt.

Pay per Link / Pay per View:

Hier kann ein Text-Link, eine Kleinanzeige oder ein Banner für einen vereinbarten Zeitraum auf einer bestimmten Webseite eingebunden werden oder eine Werbung wird in Wechsel mit anderen Links, Anzeigen oder Werbebanner in Rotation auf eine oder mehreren Webseiten eingeblendet.

Im letzten Fall, bei Pay Per View (Zahlung Pro Sichtkontakt) wird i. d. R. die Preisgestaltung bzw. die Vergütung pro Tausend Einbendungen angegeben. Die Abkürzung dafür lautete TCP für Tausend Contact Price bzw. auf Deutsch TKP für Tausender-Kontakt-Preis.

Pay per SignUp:

Sehr ähnlich mit Pay Per Activ und Pay Per Lead ist Pay Per SignUp (Zahlung Pro Registrierung). Meldet sich ein vermittelter Besucher auf die Affiliate-Webseite an bzw. registriert er sich, so wird bei Pay per SignUp gezahlt.

Multi-Level-Marketing:

Eine Weiterentwicklung des Affiliate-Marketings ist das Multi-Level-Marketing, kurz MLM, oder auch Network-Marketing . Vom Prinzip ist das System identisch, nur bei Multi-Level-Marketing erhalten Affiliate-Partner auch einen Provisionsanteil über den Umsätzen der von ihnen angeworbenen neuen Affiliate-Partner.

Durch diese Struktur-Provisionen können sehr hohe Einkommen entstehen. Vor allem in diesem Bereich sind in den letzten Jahrzehnt viele neue Millionäre entstanden. Diese haben oft sehr große Kunden-Netzwerke aufgebaut, die insgesamt für einen großen Umsatz sorgen.

Die Verdiensmöglichkeiten sind in der Anfangsphase jeoch oft nur gering. Der Genuss eines höheren Einkommens tritt häufig erst nach Jahren ein, wenn einer Kontakt-Struktur einige Zehntausend Kunden beträgt.